In der Reihe Perspektive Deutsches Kino der diesjährigen Berliner Filmfestspiele hatte der im vergangenen Sommer in Bremen, Köln und Paris gedrehte Spielfilm »Verrückt nach Paris« (Buch und Regie: Eike Besuden und Pago Balke) seine Uraufführung.
Neben prominenten Schauspielern wie Dominique Horwitz, Martin Lüttge, Corinna Harfouch und Doris Kunstmann sind zum ersten Mal behinderte Schauspieler des Bremer Blaumeier Ateliers in den Hauptrollen zu sehen: Paula Kleine, Frank Grabski und Wolfgang Göttsch.
Verrückt nach Paris ist das andere Roadmovie.
Hilde, Philip und Karl leben in einem Heim für Behinderte in Bremen. Philip und Karl stellen in einer Werkstatt Spielzeug-Enten her, Hilde schält eimerweise Kartoffeln in der Heimküche. Mit ihren 70 Jahren ist Hilde immer noch neugierig und träumt von Afrika. Der sensible Philip hat Streit mit seiner Freundin und Karl will unbedingt in die 'freie Wirtschaft'.
Gemeinsam sehnen sich die drei nach einem Leben mit neuen Herausforderungen und hauen aus dem Heim ab. Auf ihrer Reise, die sie nach Köln und später nach Paris führt, entdecken sie für sich ungeahnte Möglichkeiten und erobern neue Freiheiten. Enno, ihr Betreuer, ausgebrannt von seiner Arbeit, macht sich widerwillig auf den Weg, das Trio zurückzuholen. Eine Verfolgungsjagd mit Hindernissen nimmt ihren Lauf. Am Ende ist nichts mehr wie es war, auch nicht für Enno, der sich in Paris verliebt und plötzlich selbst nicht mehr von einer Rückkehr in das alte Leben überzeugt ist. Denn nach Paris ist alles verrückt.
“Erst war es die Sympathie für Leute, die wir als behindert bezeichnen. Dann kam für mich die Faszination dazu: Ich kann wirklich neue Horizonte entdecken, wenn ich bereit bin, meine ausgewalzten Gedankenpfade zu verlassen. Und ein scheinbar schwieriges Thema in eine leichte und charmante Geschichte zu fassen, das war das Sahnehäubchen der Herausforderung”.
Eike Besuden
“Die Theaterinszenierungen, die ich mit den behinderten Schauspielern des Bremer Blaumeier-Teams machen konnte, waren für mich immer besondere Erlebnisse. Ich bekam Lust, einige von ihnen in einem Spielfilm von einer neuen Seite zu zeigen. Jetzt sind wir alle 'verrückt nach Paris' geworden.”
Pago Balke
Bundesweiter Kinostart 12. September 2002
Im Verleih der "Neue Visionen"
Weitere Informationen unter: www.verruecktnachparis.de
PRESSESTIMMEN zur WELTURAUFFÜHRUNG
von “Verrückt nach Paris” auf der Berlinale
“Verrückt nach Paris”, ein Roadmovie der ganz anderen Art... Wie im Märchen geht alles gut aus, allerdings ohne Friede-Freude-Eierkuchenstimmung. Nicht eine Sekunde Betroffenheitsideologie oder Larmoyanz, sondern Humor und Menschlichkeit. Die Massen, die jeden Abend ins Kino drängten, bewiesen, das deutsche Kino hat eine Perspektive. Man darf die Filme eben nicht in der Schublade verschwinden lassen, sondern muss sich trauen, sie zu zeigen. Nicht nur auf der Berlinale.
Berliner Morgenpost vom 17.02.2002
Das Gute an “Verrückt nach Paris”: Wie es die Regisseure geschafft haben, auf amüsante Weise die dicke Luft im Heim und das gespannte Verhältnis zwischen Enno und seinen Schützlingen zu zeigen. Beeindruckend auch das Spiel der Blaumeiers, denen man gerne länger zugeschaut hätte. Stimmungssatt und echt...
Kurier am Sonntag vom 17.02.2002
...bevor die Stars des Abends auf die Bühne kommen: drei Behinderte aus Bremen, die Eike Besuden und Pago Balke auf einer Reise nach Paris begleiten. Die herzliche Atmosphäre, die Welle der Sympathie bis Euphorie, die die Vorführung von “Verrückt nach Paris” auszeichnet, zieht sich durch alle Vorstellungen der “Perspektive deutsches Kino”.
Potsdamer Neueste Nachrichten vom 18.02.2002
Darsteller und Regisseure wurden mit ‚standing ovations’ gefeiert.
Der Tagesspiegel vom 18.02.2002
Mit “Verrückt nach Paris“ lief auf der Berlinale Bremens erste bedeutende Kinoproduktion seit Zadeks “Ich bin ein Elefant Madame” von 1968... Für die Premiere von “Verrückt nach Paris” war es schon lange vorher fast unmöglich, noch Karten zu bekommen...
Merkwürdigerweise funktioniert im Film das, was man für das Hauptproblem halten könnte, am Besten: Mit den Behinderungen von Frank Grabski, Paula Kleine und Wolfgang Göttsch wird ganz selbstverständlich umgegangen, man lacht viel mit ihnen, nie über sie...
Taz vom 20.02.2002
CAST
Buch und Regie: EIKE BESUDEN und PAGO BALKE
Kamera: PIOTR LENAR
Schnitt: MARGOT NEUBERT-MARIC und BIRGIT HEMMERLING
Musik: KARSTEN GUNDERMANN
Ton: STEPHAN HYNDES
Ausstattung: HEIKE LAUER
Garderobe: ASTRID KARRAS
Herstellungsleitung: ELKE PETERS
Produktionsleitung: INGRIG HOLZAPFEL
Filmgeschäftsführung: INGE HAAR
Casting: TINA BÖCKENHAUER
Regieassistentin: HEIKE FREI
Licht: AXEL BERGER und JOCHEN WAHRMANN
Maske: ELISABETH HARLAN
Mit: PAULA KLEINE – FRANK GRABSKI – WOLFGANG GÖTTSCH – DOMINIQUE HORWITZ – MARTIN LÜTTGE – CORINNA HARFOUCH – AGLAIA SYZSZKOWITZ – MARION MITTERHAMMER –HERMAN LAUSE – DORIS KUNSTMANN – HELLA VON SINNEN RENATO GRÜNIG – EGON KALBOW – ROLF BACKERT NORBERT KENTUP – DAVID OPOKU – LUCIENNE VAUVILLÉ SANDRA TKACZYK – KLAUS THALMANN – ANGELINA AKPOVO ANKE ENGELSMANN – FRANCESCA DE MARTIN MATENG POLLKLÄSNER – ERIK ROSSBANDER – PETER KAEMPFE
Panther Rental – Kodak – ATLANTIK FILM – OPTICAL ART – LOFT STUDIOS – DOLBY Digital – Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen – Orange Film Paris – BUXX film
Dieser Film ist mit Mitteln der Filmförderung des NDR in Niedersachsen gefördert worden.
Außerdem gefördert von:
Filmförderung Hamburg, BIA Bremer Innovations-Agentur, Kuratorium Junger Deutscher Film, Stiftung Eddy Lübbert, Stiftung Karin und Uwe Hollweg, Sparkasse Bremen, Kraft Foods Deutschland, Masterfoods.
Gefördert durch die Bremische Landesmedienanstalt und von 1127 privaten Filmförderern in Bremen.
Eine Produktion von GEISBERG STUDIOS in Koproduktion mit
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